Integration eines Schülers mit Autismus beim Sportabzeichen

An unserer Realschule haben wir einen Schüler, dessen Name aus datenschutztechnischen Gründen hier nicht aufgeführt wird, dem Autismus diagnostiziert wurde. Dieser Schüler bewältigt den Schulalltag weitestgehend zusammen mit seiner Schulbegleitung. So ist es ihm meist möglich am Schulsportunterricht teilzunehmen, auch wenn hier die Schulbegleitung immer zur Unterstützung dabei ist.
Da in unserem Kollegium, insbesondere in der Fachschaft Sport, das Sportabzeichen einen hohen Stellenwert besitzt, sind die einzelnen Disziplinen in unterschiedliche Unterrichtseinheiten integriert.
Wir geben allen Schülern die Möglichkeit die verschiedenen Disziplinen der unterschiedlichen Bereiche zu üben und bewerten zu lassen. So war es auch besagtem Schüler möglich in den Bereichen Kraft und Schnelligkeit Bronze zu erreichen.
Dies ist eine wirklich beachtenswerte Leistung. Im Bereich Koordination tat sich der Schüler schwer, die komplexen Bewegungsabläufe zu erlernen. Hier hatten wir dieses Jahr leider keinen Erfolg.
Im Bereich Ausdauer ist es sehr schwer Personen mit dieser Beeinträchtigung zu motivieren. Außerdem haben die gezielten Wiederholungen eher eine demotivierende Wirkung. Auch der zeitliche Aspekt ist hier nicht einfach zu bewältigen.
Die Fachschaft Sport versucht den Schüler bei anderen sozialsportlichen Aktivitäten wie z.B. im Rahmen einer Skifreizeit auf einer Selbstversorgerhütte zu integrieren. Die Klassenkameraden nahmen den Schüler hierbei wunderbar in ihrer Mitte auf, motivierten ihn und trugen ihn mit. Und somit glänzte der Schüler auf der Freizeit durch seinen Humor, seine Zuverlässigkeit und seine Hilfsbereitschaft. Das gleiche Verhalten war auch beim Versuch das Sportabzeichen zu erreichen zu beobachten. Für uns Lehrer war es daher Schade, dass wir ihn trotz des Rahmens der tollen Klassengemeinschaft nicht zum Sportabzeichen führen konnten. Aber wir sind uns sicher, dass wir es im nächsten Kalenderjahr wieder probieren werden.



Typ (Schule, Verein, Unternehmen/Institution, Sparkasse, Einzelperson)
Schule

Name (Schule, Verein, Unternehmen/Institution, Sparkasse, Einzelperson)
Walter-Hohmann-Realschule Hardheim

Projektbeschreibung

Erlebnispädagogische Integration eines Autisten

An unserer Realschule haben wir in der 9.Klasse einen Schüler, dessen Name aus datenschutztechnischen Gründen hier nicht aufgeführt wird, dem Autismus und ADHS diagnostoziert wurden. Dieser Schüler bewältigt den Schulalltag weitestgehend zusammen mit seiner Schulbegleitung. So ist es ihm meistens möglich beim Schulsportunterricht teilzunehmen, auch wenn hier die Schulbegleitung immer zur Unterstützung dabei ist. Dieser Schüler wollte unbedingt mit auf die immer im Januar stattfindende Skifreizeit auf der DAV Madrisa Hütte im Montafon. Aus der oben genannten Beschreibung geht hervor, dass dieser Wunsch nur mit einigem Aufwand erfüllt werden konnte. Aber die Sportlehrer, die Schulleitung und auch die Eltern des Kindes waren sich einig, dass der Schüler mit auf die Skifreizeit darf. Gesagt getan. Und kein Beteiligter bereute diese Entscheidung. Der Schüler integrierte sich trotz seines Autismus wunderbar in die Gruppe, erfüllte ihm aufgetragene Aufgaben (Einheizen, Holz sägen, Küchenhilfe) alle mit bravour und fiel durch seine umgängliche Art und sein Talent Witze zu erzählen positiv auf. Wurde ihm dann doch einmal alles Zuviel, so nahm er sich eine Auszeit ohne negativ aufzufallen. Ein weiterer Grund, warum der Schüler die Skifreizeit so toll meisterte waren die Schulkameraden, welche den Schüler wunderbar aufnahmen und ihn immer unterstützten, motivierten und mittrugen.
An diesem Beispiel sieht man, dass man jedem eine Chance geben sollte und nicht vorschnell Menschen in Schubladen abschieben sollte. Und dass manchmal mutige Entscheidungen getroffen werden müssen, um Menschen glücklich zu machen. Deshalb bewerben wir uns hiermit auf den Preis der Integration, auch wenn es nur um einen Schüler geht.